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eine demokratische Gesellschaft des Miteinanders und der Vielfalt

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Plötzliche Abschiebung der Familie Quasim im Juli 2025

Als DemokratieBündnis Rutenberg e.V. wurden wir durch zwei Töchter der Familie Quasim im Rahmen der Demokratiefeste 2023 und 2024 beim Kinderprogramm unterstützt.

Dann hörten wir im Juli 2025 wie die Familie Quasim mit ihren vier Kindern über Nacht und ohne Ankündigung in den Irak abgeschoben wurde und waren schockiert. 

Die Zukunft der Familie im Irak ist sehr unsicher, als jesidische Minderheit ist sie Diskriminierung und der aktuellen Gefahr durch verschiedene aktive Milizen ausgesetzt. Die Kinder sind traumatisiert von der Abschiebung. Sie hatten sich hier in Lychen in Schule und Kita bestens integriert und haben Freunde gefunden.

Sehr gute Hintergrund Reportagen zur Abschiebungslogik und zur jetzigen Situation der Familie Quasim finden sich unter:

https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:173e7f9c24f3f4b7

https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:6dd9a5844f446dcd

https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:b4e08e2f489acf13

https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:1e76107394408605

und in kurzer Fassung über die heutige Situation

https://www.deutschlandfunk.de/neustart-im-irak-familie-qasim-nach-der-abschiebung-aus-deutschland-100.html

Als DemokratieBündnis Rutenberg e.V. sind wir entsetzt mit welcher Härte hier die Verwaltung durchgegriffen hat, in einem Fall, bei dem die Integration der Familie und die Bedrohung im Irak ein ausgesprochen starkes Argument für den Verbleib der Familie in Deutschland war.

Als DemokratieBündnis Rutenberg e.V. unterstützen wir die in Lychen gegründete Initiative, die sich in Zusammenarbeit mit der Kirche für Familie Quasim einsetzt:

Zunächst geht es darum, das Überleben im Irak zu sichern. Die Miete ist bis Februar gesichert, darüber hinaus ist die Versorgungslage unklar, da die Eltern bislang keine Arbeit gefunden haben.

Mit Spenden soll die Familie nun für ein Jahr abgesichert werden, es geht um grundlegende Dinge: Miete, Essen, Schulmaterial, Strom etc. Hilfe zur perspektivischen Selbsthilfe.

Gleichzeitig zum Spendenaufruf setzt sich die Initiative weiter für die Rückholung der Familie ein. 

Sie haben den Genozid an den Jesiden 2014 nur knapp überlebt, waren im Irak mehrere Jahre auf der Flucht und haben ihr Haus verloren, welches vom IS komplett zerstört wurde. 

Die Bundesregierung hat den Genozid an den Jesiden 2023 als solchen einstimmig anerkannt und sollte dem auch Taten folgen lassen und einen bundesweiten Abschiebestopp für Jesiden beschließen. 

Die Petition der Lychener Schulklasse in die Maatz Qasim ging und die sich für eine Rückholung der Familie stark macht, hat inzwischen 36.512 Unterschriften bei change.org. 

Diese wurde an den Petitionsausschuss des Bundestages übergeben.

Jede Spende hilft! Bitte unterstützt die Lychener Familie Quasim:

https://www.betterplace.org/de/projects/167271?utm_campaign=user_share&utm_medium=ppp_sticky&utm_source=Email&utm_content=bp

unser 3. Demokratiefest am 6. September 2025 war voller Inhalte und sehr gut besucht

Film mit Diskussion, Andacht, Kinderprogramm und Musik war trotz schönen Wetters in der Scheune sehr gut besucht. Kuchenbuffet und Grill waren beeindruckend.

Eine Atmosphäre zum Austausch über gelebte und wehrhafte Demokratie.

aus der Presse:

„Miteinander reden, sich fragen, sich informieren. Das stand beim jüngsten Fest in Rutenberg im Mittelpunkt, das einmal mehr die Demokratie feierte“

Birgit Bruck in der Templiner Zeitung vom 11. September 2025

Nordkurier vom 5.9.2025 – Zivilgesellschaftliche Initiativen erhalten auf Demokratiefest ein Podium

am 27.September war pflanzentausch mit Grillabend

ein gut besuchter und gelungener Abend, der unserer Leben im Dorf stärkt

Das Demokratiebündnis Rutenberg zum Verbot des „Königreich Deutschland e. V.“ durch das Bundesinnenministerium

„Wir begrüßen das Verbot des „Königreich Deutschland“ (KRD) durch das Bundesinnenministerium, es bestärkt uns in unserem Engagement gegen die antidemokratische Ideologie des KRD.

Unsere kontinuierliche Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit war erfolgreich und trug sicher auch einen großen Teil dazu bei, die demokratiefeindliche Grundhaltung dieser Gruppierung zu entlarven.

Neben der Tatsache, dass die Aktivitäten des KRD auf die Gründung eines eigenen Staates auf dem Gebiet der Bundesrepublik hinauslaufen sollten, gibt es weitere Vergehen bei Geld- und Versicherungsgeschäften.
Eine Durchsuchung oder Festnahmen in Rutenberg gab es nicht. Aber die Selbstauskunft der Rutenberger Naturscheune auf ihrer Website macht deutlich, dass ihr demokratiefeindliches und ausgrenzendes Weltbild fortbesteht. Daraus ergab sich auch die Nähe zum „Königreich Deutschland“, zu welchem (ausweislich eines inzwischen gelöschten Youtube-Videos) der Beitritt erklärt wurdet. Wie so oft gab es dann aber Auseinandersetzungen zwischen der Naturscheune und
dem KRD , sodass die Kooperation beendet wurde. Ihre demokratiefeindliche Ideologie haben sie bis heute nicht abgelegt, auch das System KRD wird von ihnen nach wie vor nicht hinterfragt.
Daher werden wir weiterhin aufmerksam bleiben und uns gegen Bestrebungen der Dorfübernahme durch Reichsbürger oder Selbstverwalter wehren“, erklärt der Vorstand des Demokratiebündnisses nach einer Auswertung der Ergebnisse der Razzien vom 13.05.2025.

Die Frankfurter Rundschau schrieb am 13.05.2025: „Sie können auch von den Menschen im brandenburgischen Rutenberg lernen, wo Fitzeks Leute sich niederlassen wollten. Eine Bürgerinitiative vor Ort und die lokalen Behörden konnten das im Zusammenspiel verhindern.“

„Wir sind stolz darauf, für unsere Arbeit mit dem Ehrentitel ‚Botschafter für Demokratie und Toleranz 2024‘ der Bundeszentrale für politische Bildung geehrt worden zu sein,“ erklärte der Vorstand weiter.

Ein großes Danke an unsere Unterstützer!

Mit den ersten Berichten über Rutenberg und die Ansiedlung von Anhängern des „Königreichs Deutschland“, also Selbstverwaltern, Reichsbürgern und völkischen Siedlern, haben viele Menschen vor Ort befürchtet, in die Negativschlagzeilen zu geraten. Ganz nach dem Motto: Lychen und Ostdeutschland – beherrscht von extremistischen, rechten Kräften und alle schauen weg.

Wir, das DemokratieBündnis Rutenberg, haben gezeigt, dass es auch anders geht: Rutenberg steht nun für vorbildliches Bürgerengagement und Menschen, die sich einmischen. Presse- und Medienberichte, und das waren viele, zeichnen ein positives Bild unserer Aktionen und belegen, auch im Osten Deutschlands lässt sich etwas bewegen.

Ohne die vielen Menschen, die uns im vergangenen Jahr unterstützt haben, sei es mit Sach- oder Geldspenden, hätten wir das nicht geschafft. Ein großer Teil dieser Unterstützer ist uns nicht bekannt, so dass wir uns nicht persönlich bedanken können. Daher an dieser Stelle ein großes

Danke!

Unser Engagement geht weiter!

Auch in diesem Jahr haben wir Einiges geplant und freuen uns über alte und neue Unterstützer.